20 Gründe für einen Naturgarten

Es ist ein Prozess von „normalen“ Garten zum Naturgarten. Es beginnt ganz klein und entwickelt sich zu einem neuen Lebensgefühl. So war es zumindest bei mir. 20 Gründe für einen Naturgarten sollen Denkanstöße geben. Diese sind bei mir schon zum Lebensinhalt geworden.

Allgemeine Gründe für einen Naturgarten

  1. Der Natur im eigenen Garten nahe sein.
  2. Trotz eigenem Gemüseanbau, der Natur etwas gutes tun. Sprich, der Garten bietet Lebensraum für Mensch und Tier, aber auch Nahrungsmittel.
  3. Man lernt mehr über die Prozesse, Systeme in der Natur, aber auch über einzelne Pflanzen und Tiere. Hierbei helfen Bücher, gute Internetseiten, Kurse und verschiedene Gruppen in sozialen Netzwerken. Damit erlernt man das Grundverständnis neu. (Ja in der Schule hatte Frau mal Biologie, aber da hat sie sich nicht dafür interessiert. Also heißt es das Wissen auffrischen und Neues dazu lernen.)Nicht zu vergessen, es kommen eigene Erfahrungen hinzu, die das Erlernte verständlicher machen.
  4. Auf dem Balkon, der Terrasse, im eigenen Garten kann jeder selbst, ohne dass es ein Gesetz oder Politiker braucht, etwas für den Umwelt – und Naturschutz tun. Die richtige Pflanzenwahl bietet Insekten Futter.
  5. Ob ein Naturgarten pflegeleichter ist, als ein „normaler“ Garten, kann ich noch nicht beurteilen. Ich bin noch voll am Gestalten. Aber eines kann ich beurteilen, der Garten nimmt es mir nicht übel, wenn es mal ohne Eingriffe wachsen kann.

Artenschutz im Naturgarten

  1. Mit dem Aussäen und Anpflanzen einheimischer Pflanzen erhält man die Artenvielfalt dieser Flora. Sie kommen gut mit den Bedingungen, wie Wetter und Boden gut zurecht. (noch besser kommen Pflanzen aus der Region damit zurecht)
  2. Durch die Grundlage an Nahrung, durch regionale Pflanzen, siedeln sich Insekten, Amphibien, Echsen, Vögel und andere Tiere an. Der Garten wird zum Lebensraum.
  3. Je mehr man sich mit seinem Stückchen Natur befasst, beobachtet und dazu lernt, desto mehr Interesse entsteht auch für seltene Tiere und Pflanzen. Es kommen neue Ideen hinzu. Vielleicht auch etwas für Insekten, die bedroht sind, anzupflanzen und Nistmöglichkeiten zu errichten.
  4. Man kann die Vorgänge, das Leben der Tiere direkt beobachten. Der Blick für die kleinen Wunder des Lebens entwickelt sich. Gartenkino macht Spaß. Es macht auch Spaß zu sehen, wer ist neu im Garten eingezogen (bei mir ein Igel).
  5. Durch konsequentes Entfernen von invasiven Neophyten bekommen die einheimischen Pflanzen wieder die Möglichkeit zu wachsen.

Ökosystem Naturgarten bringt Vorteile

  1. Es muss kein Grünschnitt weggebracht werden, da es im eigenen Garten verwendet wird. Durch das Anlegen von Totholzhaufen, Benjeshecke, Kompost, Aufbringen von Mulch, Nutzung als Baumaterial (z.B. als Beeteinfassung) werden die Materialien weiter genutzt. Dadurch schafft man neue Lebensräume.
  2. In den Lebensräumen siedeln sich Insekten an, die von den Pflanzen, aber auch den vermeintlichen Schädlingen, wie Blattläuse, leben. Ich brauch keine chemischen Mittel mehr zu kaufen.
  3. Im Komposthaufen, aber auch durch Mulchen entstehen aus den vermeintlichen toten Pflanzenresten zuerst Lebensräume und später neue Erde. Diese enthält viele neue Nährstoffe, die die Pflanzen im Gemüsebeet brauchen. Der Kauf von Gartenerde im Baumarkt, sowie der Kauf von Dünger entfällt.
  4. Die wilden Ecken entwickeln ihr eigenes kleines Ökosystem. Es ist gar nicht so einfach, alles einfach mal wachsen zu lassen, aber man kann es lernen. Ich muss nicht jede Woche mit der Hacke durchgehen, um die ungewünschten Pflanzen zu entfernen. Ich habe Zeit für andere Dinge.

Komme ich da nicht zu kurz? – Nutzen für den Menschen im Naturgarten

  1. Ich weiß, was ich esse.
  2. Das Obst und Gemüse sind weder gespritzt noch mit chemischen Mitteln gedüngt.
  3. Es ist beruhigend den Vögeln zuzuhören, Tiere zu beobachten oder einfach die Blütenpracht zu sehen.
  4. Die aktive Gartenarbeit bringt einen auf neue Gedanken, macht frei.
  5. Ich muss keine Dünger kaufen, keine Abgabe von Grünschnitt bezahlen, manches Baumaterial nehme ich einfach aus dem Garten. Das Geld nutze ich lieber für etwas Neues im Garten (meist Samen oder Pflanzen)
  6. Um einen Urlaubsplatz in der Ferne muss ich mich nicht mehr kümmern. Der Naturgarten bietet alles, was ich zur Erholung brauche.

Es gibt sicher noch mehr, als 20 Gründe für einen Naturgarten. Die aufgezählten Gründe helfen hoffentlich schon ein Stück weiter, bei den Überlegungen: Wie kann ich meinen Garten gestalten? Will ich einen ganz normalen Schrebergarten oder einen Naturgarten? Vielleicht helfen die 20 Gründe für einen Naturgarten auch bei der nächsten Diskussion mit dem Gartennachbarn.

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