Wir probieren Cyanotypie im Workshop

Kurz vor den Sommerferien soll es noch einmal künstlerisch werden. Mit einigen Kindern des Kinderschutzbundes Riesa treffe ich mich zu einem kleinen Workshop. Bei dem letzten Workshop zeichneten alle einen Fisch mit Bleistift und Kohle. Dieses Mal möchte ich ein wenig darauf aufbauen, aber auch eine neue Technik zeigen. Die Sonne soll unser Helferlein bei der Cyanotypie sein. Wir probieren Cyanotypie im Workshop.

Freie Motivwahl

Die Kinder und Jugendlichen dürfen dieses Mal frei ihre Motive wählen. Auch das Thema für das Motiv gebe ich nicht vor. Mit ein paar gezielten Fragen nach Hobby, Lieblingstier… findet jeder sein Idee. Mit Bleistift gelangen diese Ideen auf das Skizzenpapier. Die Skizze arbeitet jeder zu einer fertigen Vorzeichnung aus, weil diese für den nächsten Schritt gebraucht wird.
Skizzen müssen nicht immer schön sein. Drin darf auch mal radiert oder durchgestrichen werden. Mit dem verstärken guter und wichtiger Linien behält man eher den Überblick. Manchmal ist es auch besser eine neue Skizze zu beginnen.

Wir probieren Cyanotypie im Workshop
Fleißig wird eine Skizze erstellt.

Das Negativ erstellen

Für den Blaudruck benötigt man ein Negativ. Wir stellen diese mit durchsichtigen Acrylplatten und Folienstift selbst her. Die fertigen Motive und Bilder aus der Vorzeichnung leisten gute Dienste. Die Vorzeichnung dient als Vorlage und wird abgepaust.

Der Druck entsteht

Alle Vorbereitungen sind abgeschlossen. Jetzt kommt die spannende Phase. Das Negativ ist fertig. Die Sonne scheint und der Arbeitsplatz vorbereitet. Alle Teilnehmer sind gespannt auf ihre Cyanotypie. Schließlich kannte bisher keiner die Technik.
Die Sonne ist jetzt der wichtigste Helfer. Ein Tisch dient als Arbeitsbereich. Zuerst liegt eine dunkle Schneidematte darauf. Im folgendem Arbeitsschritt muss es schnell gehen. Zuerst legt man das Solarpapier darauf, dann die gefertigten Negative und zum Schluss noch eine Acrylglasplatte.

Wir probieren Cyanotypie im Workshop
Der Tisch steht im Sonnenlicht. Das Solarpapier reagiert bei Sonnenschein, also heißt es jetzt schnell arbeiten. Auf das platzierte Solarpapier wird das angefertigte Negativ gelegt, noch ein wenig mit einer Acrylglasplatte beschwert. Fertig. Jetzt darf die Sonne ihre Arbeit erledigen. Die Chemikalien reagieren auf Sonneneinstrahlung.

Die letzten Arbeiten

Es dauert nicht sehr lange, dann hat die Sonne das Papier belichtet. Überall wo sie hin scheint reagiert die Chemie des Papiers. An die abgedeckten Stellen kommt keine Sonne. (Bei unseren Negativen sind es die schwarz gezeichneten Linien und Flächen).

Nach dem Belichten wird zügig die Chemie vom Papier gewaschen. Zum Schluss lässt man das Papier noch trocknen. Dabei entstehen die verschiedenen Farbtöne des Papiers. Die Stellen, welche mit der Sonne in Berührung kamen, werden blau. Der Rest bleibt weiß.

Wir probieren Cyanotypie im Workshop
Die unterschiedlichen Blautöne des Papiers zeigen hier die unterschiedlichen Trockenphasen. Die sich schon wellenden Bilder sind schon trocken. Alles was weiß erscheint, wurde abgedeckt. Auf den blauen Flächen reagierte die Sonne mit der Chemie.

Den Kindern und Jugendlichen machte es wieder viel Spaß. Sie nutzten die Zeit nicht nur zum Arbeiten, sondern auch für viele Gespräche, sowie Witze…

Wir probieren Cyanotypie im Workshop
Zu guter Letzt stärkten wir uns alle bei einem Stück Pizza.

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