Erfahrungen sammeln und wachsen – mein Jahresrückblick 2022

Mein Jahr 2022 in Worte fassen, war nicht so einfach. Vor allem, was schreibe ich auf. Es gab so viele Ereignisse und Erfahrungen, an denen ich wachsen konnte. Nicht nur ich durfte wachsen, auch in meinem Garten durften die Pflanzen gedeihen und neue Ideen entstehen. Dabei griff ich gern auch auf Hilfe anderer zurück. Erfahrungen sammeln und wachsen – mein Jahresrückblick 2022, zeigt einen kleinen Ausschnitt aus meinem Leben im vergangenen Jahr.

Mein Wort des Jahres 2022

Mein Wort des Jahres 2022,
Erfahrungen sammeln und wachsen – mein Jahresrückblick 2022,
Kerstin Dähne,
Wachstum

Zu Beginn dieses Jahres, in den Rauhnächten, erschloss sich das Wort des Jahres 2022. In meinem Beitrag: „Mein Wort des Jahres 2022“ hielt ich meine Gedanken dazu fest, damit verbunden auch meine Ziele für das kommende Jahr.

Wie haben sich diese Ziele entwickelt? Was wurde aus ihnen?

Ziele setzen ist der einfache Teil. Diese Ziele direkt verfolgen gleicht schon einer Herausforderung (zumindest für mich). Die Zeit, in der ich diesen Jahresrückblick schreibe, regt zum Nachdenken an, aber auch zum Bilanzieren. Ich finde, die Bilanz kann sich sehen lassen.

  • Erfahrungen in allen Bereichen machen, positiv sind mir definitiv lieber, doch kann ich nicht alle Erfahrungen beeinflussen.
    • Ich durfte viele neue Erfahrungen machen und an ihnen wachsen. Jedoch konnte ich auch auf alte Erfahrungen zurückgreifen und die Erkenntnisse nutzen.
  • Wohlbefinden
    • Die meiste Zeit des Jahres ging es mir gut, außer im März. Da schlug Corona zu, aber mit ausreichend Erholung, konnte ich dies auskurieren. Na ja, meinem Hund passte meine Nase nicht mehr. Eine Narbe wird daran erinnern. Im Großem und Ganzen, kann ich sagen, die Zeiten, mit depressiven Einflüssen, hielten sich in einem normalen Rahmen.
  • Naturverbundenheit
    • Die Verbundenheit zur Natur wächst und auch der Kontakt zu gleich gesinnten Menschen.
  • Neugierde
    • Neugierig bin ich immer noch. Um diese und den damit verbundenen Wissensdurst ein wenig zu stillen, zogen ein paar neue Fachbücher bei mir ein, dazu lese ich viel im Internet und schaue mir Videos auf den verschiedensten Plattformen an.
  • Ideen für Workshops, aktive Umsetzung
    • Ideen für Workshop gibt es immer wieder. Eine einfache Aufzählung integrierte ich auf der Homepage. Auch führte ich bestehende Angebote fort.
  • Ideen für neue Blogbeiträge regelmäßig schreiben und veröffentlichen
    • Das war dieses Jahr nicht so mein Ding. Ein paar wenige Beiträge sind veröffentlicht, andere legte ich an, hielt ein paar Ideen fest.
  • die Rücklagen für neue Projekte
    • So im Nachhinein weiß ich gar nicht mehr, was ich damit meinte. Finanzielle Rücklagen? Ich konnte einige Projekte im Garten umsetzen, was aus meiner Sicht eine Investition in die Zukunft ist.

Mein Rückblick auf 2022

Pflanzen für den Pflanzwettbewerb „Deutschland summt!“

Welcher Garten ist schon fertig, meine lange noch nicht. Da gibt es noch immer genügend Flächen zum Umgestalten. Dann erweiterte ich meine Gartenfläche auf momentan 900 m² in einer Kleingartenanlage. Im Laufe dieses Jahres merkte ich, dass ich damit an Grenzen stoße, aber dazu mehr im Ausblick auf 2023.

Das Ziel Anfang 2022 war, den Naturgarten weiter insektenfreundlich zu gestalten. Ich wollte mehr Artenvielfalt hineinbringen. Im Frühjahr fing ich an, mir genaue Gedanken zu machen, wo und wie kann ich das Ziel weiterhin verfolgen.

Die Gründe für meine Teilnahme am Wettbewerb

Erfahrungen sammeln und wachsen – mein Jahresrückblick 2022,
Urkunde Deutschland summt 2021

Die Urkunde von 2021 weckte den Ehrgeiz in mir. „Da geht doch mehr!“. Schon im Herbst 2021 machte ich Bilder vom Garten und den möglichen Aktionsbereichen. Es zogen mehrere Obstbäume ein. Die entsprechen immerhin dem Gedanken Insekten Futter anzubieten (vorwiegend die Blüten) und dem Kleingarten gerecht zu werden. In ein paar Jahren kann ich sicher leckeres Obst ernten.

Eine Blühwiese gab es nun schon. Ich wollte nun auch mehr verschiedene Pflanzen im Schatten und auf dem noch bestehenden Rasen (weil eine wirkliche Wiese war es auch nicht).

Dass ich noch mal am Pflanzwettbewerb teilnehmen möchte, stand schnell fest.

Erfahrungen sammeln und wachsen – mein Jahresrückblick 2022
Logo Pflanzwettbewerb Deutschland summt
Diesen bundesweiten Pflanzwettbewerb gibt es seit 2016. Hier werden alle Gärtner, aber auch Balkonbesitzer, sowie Firmen, Gemeinden, Schulen, Kitas … eingeladen, etwas zur Artenvielfalt im Bereich Pflanzen und damit verbunden zum Erhalt und Förderung von Wildbienen beizutragen.

Meine neuen Flächen im Frühjahr

Staudenbeet mit einheimischen Pflanzen,
Naturgarten Kerstin Dähne,
Hortus naturalis color ,
Erfahrungen sammeln und wachsen – mein Jahresrückblick 2022
Dies ist einer der neu gestalteten Bereiche. Hier gab es nur Gras und kaum Blühflächen. Eine neue Pufferzone entstand. Ich pflanzte viele verschiedene einheimische Pflanzen. Doch bis zur Abgabe des Projektes, Ende Juli, entwickelte sich die Fläche nicht nach meinen Vorstellungen. Schnecken fraßen die Jungpflanzen ab. Es regnete sehr wenig. Die Pflanzen schienen einzugehen. Gefühlt nur Misserfolge.

Trotz der gefühlten Misserfolge schrieb ich alles in meinen Beitrag für den Pflanzwettbewerb. Ich dachte mir, „Ehrlichkeit währt am längsten. Für die Zukunft der Insekten ist auf jeden Fall gesorgt.“ Ob ich nächstes Jahr noch einmal mit meinem Garten am Wettbewerb teilnehme, weiß ich noch nicht. Doch gibt es auch andere Ideen. Es macht jedoch Spaß solche Aktionen nicht nur mit Bildern festzuhalten, sondern auch als Bericht oder eben Beitrag im Netz.

Von der Idee zur Umsetzung

Die Idee von „Deutschland summt“ und anderen Freunden des Hortusnetzwerks, sowie der Naturgärtner hat mich voll überzeugt. Insekten und anderen Getier einen Platz zum Leben bieten. Dies ist für mich nicht nur verbunden mit der Anpflanzung von Futterpflanzen und Bau von Verstecken für Tiere. Ich möchte auch andere Menschen dazu anregen, mehr Natur im Garten zuzulassen und dies aktiv zu gestalten.

Erste Teilnahme beim Tag des offenen Gartens

Mit dem Schreiben, über dieses Thema, begann ich direkt mit der Umgestaltung des Gartens. Doch erreiche ich damit die Menschen, die ich möchte? Ich wollte mehr persönliche Kontakte. Zum Tag des offenen Gartens in Sachsen meldete ich mich noch mit ein wenig Grummeln im Bauch an. Dies legte sich jedoch mit jedem Tag mehr, an dem ich meinen Garten ein wenig besucherfreundlicher gestaltete.

Erfahrungen sammeln und wachsen – mein Jahresrückblick 2022
Einladung „Tag des offenen Gartens“

Es war mein erstes Mal, dass ich mich traute, den Garten fremden Menschen zugänglich zu machen. Bilder in den sozialen Medien zeigen ist das eine, aber direkt im Garten den Leuten gegenüberstehen, das andere. Aber es hat Spaß gemacht.

Erfahrungen sammeln und wachsen – mein Jahresrückblick 2022,
Eingang Hortus naturalis color,
Tag des offenen Gartens
Damit der Garten nach außen hin ein wenig auffälliger wurde, hing ich die Banner, des Naturgarten e. V. an den Zaun. Es bleiben immer wieder mal ein paar Menschen stehen, um zu schauen.
Erfahrungen sammeln und wachsen – mein Jahresrückblick 2022,
Regentonne als Galerie
Für das Aufstellen des Regenfasses fehlte mir die Zeit, so diente es als kleine Bildergalerie.
Erfahrungen sammeln und wachsen – mein Jahresrückblick 2022,
Wiese für Kinder
Auch gab es auf der Wiese eine kleine Spielfläche für Kinder.

Eine eigene Idee entsteht

Frau hat an dieser Art des Kontaktes Blut geleckt. Ich fand es interessant und angenehm, mit interessierten Menschen zu sprechen, einen kleinen Kaffee zu trinken und sich einfach auszutauschen. Auch wenn nicht alle der gleichen Ansicht sind, ob und wie man einen Naturgarten anlegt, es kann trotzdem zum Nachdenken anregen.

Wie könnte ich erneut Menschen zu mir einladen, um ins Gespräch zu kommen? Beim Kaffeeklatsch kommt man immer gut ins Gespräch. Das war der nächste Gedanke. So entstand beim weiteren Spiel mit den Ideen und den Wörtern, die Idee des:

Erfahrungen sammeln und wachsen – mein Jahresrückblick 2022,
Einladung Gartenklatsch
Schnell entstand ein Flyer. So recht kam die Idee noch nicht an, aber auch wenige Gäste können ein Segen sein.
Erfahrungen sammeln und wachsen – mein Jahresrückblick 2022,
Kasten mit Wildkräutern,
Naturgarten Kerstin Dähne
Mein Garten profitierte, all diese Pflanzen durften in meinem Garten
einziehen. Die Schilder entstanden aus eigenen Ideen heraus.

Auch im neuen Gartenjahr werde ich solche Veranstaltungen planen. Der „Tag des offenen Gartens in Sachsen“ steht schon fest im Kalender.

Künstlerische Aktivitäten

Kunst im Schaufenster Meißen

Diese Aktion „Kunst im Schaufenster Meißen“, rief Susanne Jäpel 2021 ins Leben. Hierbei wird die Innenstadt von Meißen zu einer, für alle zugänglichen, Galerie. Auch in diesem Jahr stellten viele Geschäftsinhaber ihre Schaufenster für die Präsentation von Kunstwerken zur Verfügung.

Dieses Jahr wollte ich erst gar nicht mitmachen, hatte ich doch in der letzten Zeit fast nichts Künstlerisches gemacht. Aber die Chancen, meine Arbeiten zu präsentieren, konnte ich mir auch nicht entgehen lassen. So griff ich auf ein paar ältere Arbeiten zurück und einfache Zeichnung, die so entstanden.

Als ich die Schaufenster des Pelzhauses Hempel sah, war ich ein wenig enttäuscht. „Da kann man ja wenig zeigen“, war der erste Gedankengang. Doch ist weniger, auch mehr. Nachdem die ausgewählten Bilder ihren Platz gefunden hatten, konnte sich das Ergebnis sehen lassen.

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Kunst im Schaufenster Meißen
Die Bilder mit Motiven rund ums Meer passen zu der sommerlichen Urlaubsmode.
Erfahrungen sammeln und wachsen – mein Jahresrückblick 2022,
Kunst im Schaufenster Meißen
Die Damen schweifen fast durch die Natur auf den Bildern.

Auch wenn die direkte Aktion für mich keine spürbaren Erfolge brachte, gab es im Vorfeld einen Austausch, der tolle Aktivitäten für einen Workshop und 2023 ins Rollen brachte.

Kunst mit Kindern

Arbeiten mit Naturmaterialien

Kunst-Workshops mit Kindern und Jugendlichen bergen manche schöne Erlebnisse und Erfahrungen. So geschah es im Herbst, dass die Jugendlichen für viele Stunden kreativ aktiv waren. Zuerst genossen wir die Zeit im Freien, um die Natur zu bewundern, frische Luft zu tanken und nebenbei sammelten sie bunte Blätter. Manch eine konnte diese kaum noch in der Hand halten.

Zurück im warmen Raum bekamen sie eine große Pappe, eine kleine Vorlage, als Anregungen und die Aufgabe, „Gestaltet aus der Vorlage und den Blättern ein Bild.“ Es wurde gelegt, geschnitten, gezeichnet und zum Schluss alles festgeklebt.

Erfahrungen sammeln und wachsen – mein Jahresrückblick 2022,
Herbstblätter,
Kunst mit Kindern
Der Herbst bringt die schönsten Farben zum Vorschein. Diese sollten direkt genutzt werden. So viele bunte Blätter trugen die Jugendlichen zusammen.
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Vorlage
Im Netz fand ich die Idee und Vorlage für die Kunstaktion.
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Workshop mit Jugendlichen,
künstlerische Gestaltung mit Naturmaterialien
Zum Teil reichte der Tisch nicht aus, doch galt dies nicht als Hindernis. Es gab auch noch einen Fußboden.
Erfahrungen sammeln und wachsen – mein Jahresrückblick 2022,
Kunst mit Naturmaterialien
Die Laubblätter waren ein guter Ersatz für Buntpapier.
Erfahrungen sammeln und wachsen – mein Jahresrückblick 2022,
Kunst mit Naturmaterialien,
Kerstin Dähne
Auch ein paar Früchte wurden in die Kunstwerke integriert.

Lass uns mit der Sonne arbeiten – Cyanotypie

Auf dem Kinder- und Jugendbauernhof Nickern durfte ich ein Nachmittagsangebot gestalten. Für mich war es wichtig, mit der Natur zu arbeiten, die Schönheit dieser auf kleinen Kunstwerken festzuhalten. Die Aktion sollte für die Teilnehmer kurzweilig sein und die Kinder halten am Ende eine Arbeit zum Mitnehmen in der Hand.

Ich entschied mich für die Cyanotypie. Damit ließen sich meine Vorstellungen in einer Technik vereinen. Einfach Pflanzenteile nutzen, um einen Druck entstehen zu lassen, fand nicht so den Anklang, aber die kreative Variante, auf die ich gar nicht so eingestellt war. Das Material hatte ich nur für den Notfall mit.

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Workshop mit Kindern,
Cyanotypie
Die Teilnehmer entwerfen hier ein eigenes Motiv für die Cyanotypie. Zuerst entsteht eine Skizze, die später auf eine durchsichtige Acrylplatte übertragen wird, welche das Negativ ergibt.
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Cyanotypie
Fertige Arbeiten des Angebots. Für mehr Bilder fand ich leider keine Möglichkeit. Entweder ich war beschäftigt oder die Arbeit schon auf dem Weg nach Hause zu den kleinen Künstlern.

Mein erstes Jahr als Ackercoach

In den vergangenen Jahren wuchs die Liebe zum Gärtner, vordergründig im Bereich Naturgarten. Ein immer begleitendes Anliegen, ist, mein Wissen mit anderen zu teilen. Durch Zufall stieß ich auf eine Anzeige bei Facebook. Ohne große Überlegungen bewarb ich mich. Wenige Tage später folgte ein Gespräch per Zoom und mein „Ja“ dazu.

Erfahrungen sammeln und wachsen – mein Jahresrückblick 2022
Logo Acker
Das Anliegen von Acker gefiel mir. Jedes Kind soll wissen, wie Gemüse angebaut wird, wie es sich entwickelt und schmeckt. So entscheid’ ich mich, Ackercoach zu werden.

Den Einstieg in das Programm empfand ich ein wenig holprig. Nach den ersten Workshops mit den Kindern und der guten Unterstützung der älteren Ackercoachs, lernte ich, wie es funktioniert, ackern mit Kindern.

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Hochbeet mit Gemüse,
Mit meiner Unterstützung bepflanzten Kita-Kinder dieses Hochbeet.
Erfahrungen sammeln und wachsen – mein Jahresrückblick 2022,
Hochbeet mit Sonne aus Sand
Was mir bis zum ersten Einsatz in der Kita nicht in den Sinn kam, war, dass man auch mit Krippenkindern Beete bepflanzen kann. Zu Beginn dieser Aktion äußerte ein Mädchen, dass es eine Sonne malen wolle. Nach dem Einsäen des Gemüses nutzten wir Sand. Es entstand noch die gut sichtbare Sonne.
Erfahrungen sammeln und wachsen – mein Jahresrückblick 2022,
Hochbeet mit Kartoffeln
Ich weiß nicht, wie viele Kartoffeln die Kinder ernteten, aber so einen prächtigen Bewuchs sah ich noch nie.

Ich kenne Schulgarten noch als Unterrichtsfach, doch wirklich Gemüse bauten wir da nicht an. Die blasen Erinnerungen sind eher, die an das jäten und pflegen von kleinen Grünflächen auf dem Schulgelände. Dass der Garten etwas zum Essen bietet, lernte ich bei meinen Eltern. Deshalb empfinde ich es als gut, dass es solche Organisationen gibt, die den Kitas und Schulen, aber auch Unis und Firmen, zeigt, wie es gehen kann.

Ich freue mich schon auf die neue Saison in den Einrichtungen und das gemeinsame ackern.

Lebenslanges Lernen

Als neue Ackercoach durfte ich schon eine Menge dazulernen. Auch bei meiner Fortbildung zum Natur- und Umweltpädagogen, kommt immer wieder neues Wissen hinzu. Lebenslanges Lernen bekommt eine Bedeutung. Doch reicht das mir? Der Start in die Gartensaison 2022 lehrt mich, nein.

Permakultur – Frau macht eigene Erfahrungen

Schon im Herbst 2021 entschloss ich mich, mehr Gemüse im Garten anzubauen. Ein paar Erfahrungen gab es ja, auch Informationen aus den Büchern. So legte ich mit viel Energie los. Ich kaufte Gemüsesamen, zog in der Wohnung Jungpflanzen vor und legte im Garten die ersten Beete an.

Erfahrungen sammeln und wachsen – mein Jahresrückblick 2022,
Beet mit Erbsen im Frühling,
Naturgarten Kerstin Dähne
Das erste Beet im Frühjahr mit Zuckererbsen legte ich an, doch wachsen wollten sie nicht wirklich. Zwei Hände voll mehr konnte ich nicht ernten.

So groß die Vorfreude auch war, die ganzen Pflanzen in die Erde zu bringen. So groß war auch die Vorstellung, dass es nur wenige schaffen, nicht von den Schnecken gefressen zu werden. Ich sammelte schon Kaffeesatz und Eierschalen, sowie Ideen, um die lästigen Gartenbewohner vom Gemüse fernzuhalten.

Erste Erfahrungen mit einem Workshop

Zu einem Zeitpunkt im Frühjahr stieß ich auf einen dreitägigen Workshop bei Facebook. An diesem nahm ich teil. Schnell war überrascht. Die Leiterin Manuela Schmid änderte den Blickwinkel. Da waren auf einmal die Schnecken Helfer, die jungen Gemüsepflanzen nicht stark und gesund genug für den Garten. Es gab auch eine Menge Tipps, um gesunde Jungpflanzen heranzuziehen. In den drei Tagen Workshop durfte ich viel dazu lernen. Noch skeptisch der ganzen Sache gegenüber probierte ich es trotzdem aus.

Erfahrungen sammeln und wachsen – mein Jahresrückblick 2022,
Jungpflanzen im Frühling,
Naturgarten Kerstin Dähne
Ganz nach den Tipps des Workshops setzte ich die Tomaten in „Kuschelkisten“. Nicht nur die Tomaten, sondern auch alle anderen Jungpflanzen durften in den Tagen vor dem Auspflanzen zusammen stehen. Es kam zwar eine Arbeit hinzu, doch machte es auch Spaß. Es gab noch einen zweiten Vorteil. Alle Pflanzen in einer Kiste ließen sich viel besser tragen und auch das Gießen war einfacher.
Erfahrungen sammeln und wachsen – mein Jahresrückblick 2022,
Salaternte,
Naturgarten, Permakultur, Kerstin Dähne
Der erste Erfolg mit dieser Methode stellte sich ein. Der Salat wurde nur von mir gegessen. Es gab zwar Schnecken im Beet (sieht man an den Pflanzen rechts vom Salat), aber nicht am Salat.

Es gab zwar den Erfolg mit dem Salat, aber es wollten andere Gemüse überhaupt nicht wachsen, genauer gesagt, die Schnecken holten sich die frischen Keimlinge. Dabei war doch ein Ziel, mich mit meinem Gemüse selbst zu versorgen.

Permakultur, Lernen im Gartenlernjahr mit Manuela

Die Methode von Manuela und ihre Freude daran, Menschen bei Problemen im Gemüsebeet zu helfen, überzeugten mich. Ich brauche noch Hilfe, damit ich nicht am Gemüseanbau verzweifle. So bin ich jetzt Teilnehmerin im Gartenlernjahr von Manuela.

Erfahrungen sammeln und wachsen – mein Jahresrückblick 2022
Foto Hof Morgarot

In dem Kurs durfte ich schon eine Menge rund um Permakultur lernen. Umsetzen muss ich es allein. So entstand ein neuer Bereich im Garten. Der schon so gemütlich aussieht. Wie wird es erst sein, wenn alles wächst und gedeiht?

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Naturgarten, Permakultur, Kerstin Dähne,
Neuanlage nach Permakultur
Permakultur praktisch leben, heißt für mich auch Dinge weiter nutzen. Das Spalier für die Himbeeren waren vorher die Säulen des Grenzzaunes, die Rasenkanten stammen auch vom alten Grenzzaun. Der vorhandene Aprikosenbaum und die Rose bekamen neue Nachbarn. Die Himbeeren grub ich an anderer Stelle aus (da, wo sie eher im Weg standen). Noch wirkt es, wie eine grüne Masse, doch entstehen mit der Zeit mehrere Ebenen.
Erfahrungen sammeln und wachsen – mein Jahresrückblick 2022,
Birnbaum Neupflanzung,
Naturgarten Kerstin Dähne
Noch sieht man ihn kaum, den Birnbaum, doch soll er eines Tages meinen Speiseplan ergänzen. Ende Oktober pflanzte ich zwei Bäume in meine Flächen mit den Pflanzen für die Insekten.

Ich bin überzeugt, dass der Kurs eine volle Bereicherung für meinen Garten und mich ist. Es ist nicht nur ein Kurs, bei dem Fakten gelehrt werden, sondern die praktische Anwendung. Ohne diesem hätte sich mein Garten nicht so schnell verändert. Schließlich legte ich ihn in den vergangenen Jahren als reinen Naturgarten an, jetzt kommt immer mehr Nutzgarten hinzu, ohne dass es ein Strebergarten wird.

Das nächste Projekt steht schon auf dem Plan. Ohne den Kurs hätte ich es nie ins Auge gefasst. Ich möchte selbst Obstbäume veredeln. Auch der Wunsch, mich mehr selbst versorgen, scheint mir nicht mehr unmöglich.

Ich bin dankbar, dass ich dieses Angebot des Kurses nutzen kann, aber auch dass ich mich auf lebenslanges Lernen einlassen kann.

Früchte der Arbeit

Was wären die ganzen Arbeiten, der Fleiß, der Schweiß und die Bemühungen ohne Erfolge? Frust? Wut? Depressionen? Ich weiß es nicht, denn diese Bilder zeigen die Früchte meiner Arbeit:

Genuss vor Masse

Ein Wochenende in Berlin

Da war doch noch was? Ende Juli reichte ich den Beitrag für den Pflanzwettbewerb „Deutschland summt“ ein. Im August folgte eine Mail, die ich zweimal lesen musste. Es war die Einladung zur Preisverleihung. Natürlich konnte ich mir das nicht entgehen lassen.

An dem Wochenende durfte ich viele nette Menschen kennenlernen, denn es stand nicht nur die Preisverleihung, sondern auch ein Fest für die Ackercoachs auf dem Plan.

Erfahrungen sammeln und wachsen – mein Jahresrückblick 2022
Das erste Ziel, der Hauptsitz von Acker, ist erreicht.
Erfahrungen sammeln und wachsen – mein Jahresrückblick 2022
Das Geländer der alten Malzfabrik lädt zum Verweilen ein.
Erfahrungen sammeln und wachsen – mein Jahresrückblick 2022
Ich durfte einige Ackercoachs kennenlernen und als Dank, ein T-Shirt mitnehmen. Die Ackercoachs sind genauso vielfältig wie die Flora und Fauna der Natur.
Erfahrungen sammeln und wachsen – mein Jahresrückblick 2022
Nach ein paar interessanten Einblicken in die Arbeit des Teams, einem intensiven Kennenlernen und auch mal Kritik loswerden wurde am Abend noch gefeiert.

Nach einem guten Frühstück und einem ausgiebigen Spaziergang durch die Stadt ging es zur Preisverleihung. Ich war gespannt, wie ein Flitzbogen.

Erfahrungen sammeln und wachsen – mein Jahresrückblick 2022
Eine freundliche Begrüßung

Gespannt hörte ich zu und staunte, was es für tolle Projekte gab. Alle setzen Projekte für den Erhalt der Artenvielfalt und damit verbunden dem Erhalt der Insektenwelt um. Später kam es zu der Kategorie der Kleingärten und mein Name fiel.

Erfahrungen sammeln und wachsen – mein Jahresrückblick 2022
Deutschland summt
Preisverleihung
Ich war überglücklich über die lieben Worte zu meinem Hortus naturalis color und den Preis. Eine Anerkennung meiner Arbeit, die ich nicht erwartet hatte.

Foto: Antonia Richter
Erfahrungen sammeln und wachsen – mein Jahresrückblick 2022
Pokal und Urkunde 
Kerstin Dähne Pflanzwettbewerb

Die beliebtesten Blogartikel des Jahres

In diesem Jahr veröffentlichte ich 21 Blogbeiträge, erstellte meine „Über mich“- Seite, sowie eine noch ausbaufähige Angebotsseite. Ein paar angefangene Artikel gibt es noch in den Entwürfen. Es macht mich stolz, dass ich weiterhin am Blogball bleibe.

Dies sind die am meisten gelesenen Beiträge des Jahres:

Mein Jahr 2022 in Zahlen

Auch wenn ich in der letzten Zeit wenig schrieb oder in den sozialen Netzwerken postete, entwickelten sich die Besucher- und Leserzahlen nach oben. Neben diesen Zahlen gab es noch mehr Kontakte mit Menschen. Diese lassen sich jedoch nicht so einfach belegen.

KanalStand Dezember 2021Ziel für 2022Stand Dezember 2022
Instagram kerstindaehne139 Follower200 Follower175 Follower
Instagram naturalis.color122 Follower
Facebook Abonnenten95 Abonnenten100 Abonnenten119 Abonnenten
Zugriffe auf die Homepage1798 Zugriffe2000 Zugriffe2185 Zugriffe
Stand: 20.12.2022

Ausblick auf das Jahr 2023 – Geplante Projekte

Einen kleinen Ausblick auf das kommende Jahr möchte ich noch geben. Dieser ist noch auf schon geplante Ereignisse beschränkt, da persönliche Ziele oder das Wort des Jahres in den Rauhnächten noch entwickeln dürfen.

  • Im Laufe dieses Jahres entstand immer mehr die Idee, eine kleine Landwirtschaft mit Gemüseanbau aufzubauen. Hier stoße ich mit meinem Garten an gesetzliche Grenzen, denn ein Kleingarten darf nicht gewerblich genutzt werden. Wie es als Gartencoach aussieht, wird mir nicht so recht beantwortet. Vielleicht ergibt sich eine Möglichkeit, eigenes Land zu bewirtschaften.
  • Eine Ausstellung, mit Bildern aus den Workshops mit Kindern, ist für Januar 2023 in Riesa (ehemaliges Geschäft auf der Schlossstr.1, Riesa) und ab Mitte April in der Bibliothek Meißen geplant. Titel der Ausstellung wird sein, „Zukunft in Jugendaugen“.
  • Schon fest im Kalender steht der Termin, 17. und 18.06.2023, Tag des offenen Gartens.
  • Die Teilnahme an der Sommerakademie in Riesa
  • Ein zweites Jahr als Ackercoach tätig sein.

Ich wünsche allen Lesern eine schöne Zeit, sowie einen guten Start ins Jahr 2023.

Ein Kommentar

  1. Liebe Kerstin,

    Wow, was hast du viel geschafft in 2022! Du machst auch so viel für die Insekten. Ich finde, du hast den 2. Platz wirklich verdient!
    Deine Arbeit mit den Kindern finde ich auch großartig. Zum Abschluss die Sonne aus Sand! Echt eine tolle Lösung!
    Ich wünsche dir alles Gute für das neue Jahr!
    Jaconette

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