Mit Malerei den eigenen Weg finden

In meinem Zeichentagebuch arbeite ich oft mit allerlei Stiften. So entstanden die verschiedensten Einträge. Doch wollte ich nun, dass meine Arbeiten für andere sichtbar werden. Es dauerte seine Zeit, bis ich den Leitsatz für mich entdeckte, „Mit der Malerei den eigenen Weg finden“.

Welche Farben nutze ich?

Die Frage kann ich immer nur aus dem Gefühl heraus beantworten. Momentan male ich sehr wenig. Wenn ich dann doch mal Lust verspüre, sollten die Farben schnell nutzbar sein. Daher greife ich zurzeit eher auf Aquarellfarben zurück.

Grußkarten mit Weihnachtswichteln
Kerstin Dähne
Diese aktuellen Arbeiten für Grußkarten entstanden in Mischtechnik mit Aquarellstiften und Pastellkreide.

Vor ein paar Jahren sah es anders aus. So um 2018 entstanden viele Bilder mit Ölfarben. Mit denen konnte man über mehrere Tage hinweg an einem Bild malen. Alle Farben haben ihre Vor- und Nachteile. Acrylfarben trocknen relativ schnell und lassen sich einfach übermalen. Schnell greifbar ist der Kasten mit den Aquarellfarben. Da sind viele verschiedene Farben in einem Kasten.

Ein kleines Video von der Ausstellung 2020 „Gelebt in Farbe“

Auch liebe ich es, mit Bleistiften oder Buntstiften zu arbeiten. Das Materialangebot erweitert sich noch um wasservermalbare Stifte, Alkoholmarker und Graffitifarben.

In den vergangenen Monaten kamen noch Ideen rund um die Nutzung der Pflanzen im Garten hinzu. Da wurden Blütenblätter genutzt, um Bilder zu gestalten.

Bilder mit Pflanzen gestalten
Kerstin Dähne

Meine Arbeiten dürfen gern mein Befinden widerspiegeln. Daher entscheidet dieses über die Wahl der Farbtöne. Doch ich würde behaupten, die freundlichen Farben überwiegen, zumindest bei Arbeiten für die Öffentlichkeit.

Wie kam ich auf den Slogan?

Die Aussage „Mit Malerei den eigenen Weg finden …“ entstand mit der Gestaltung neuer Visitenkarten. Dabei stand die Überlegung, wie drücke ich meine Arbeit kurz und bündig aus. Zu diesem Zeitpunkt war der Garten überhaupt kein Thema, sondern das unbeliebte Anhängsel.

So sieht das Plakat zum Slogan aus.

In vielen Arbeiten der letzten Jahre verarbeitete ich meine Empfindungen und Erlebnisse. Ich hielt vieles fest. Dadurch fühlte ich mich wohler. Es kam immer wieder der Wunsch durch, genau das anderen Menschen zu zeigen. Kunst als Ausdrucksform kennenzulernen. So, ab 2018 gab ich die ersten Workshops im künstlerischen Bereich. Ich darf seitdem ein Ganztagsangebot leiten, was die Schüler immer wieder gern nutzen.

Mit der Malerei fand ich vorerst einen Weg, um mit den Depressionen und der dauerhaften AU klarzukommen. Ich merkte, ich kann meinen Teil zur Gesellschaft beitragen.

Was hat die Malerei mit Naturgarten am Hut?

Für einen aufmerksamen Leser der Seite könnte diese Frage aufkommen.

Die Malerei half mir wieder ins Tun zu kommen, aktiver zu sein, das Leben lebenswert kennenzulernen. Die künstlerische Arbeit ist immer noch ein Teil meines Lebens. Immerhin gebe ich zu gern Workshops, die kreative Arbeiten beinhalten. Hier spielen Formen und Farbe eine Rolle. Wo kommen die Vorlagen für Bilder her? Wie sieht dies oder das aus? All diese Frage kann heutzutage eine gute Suchmaschine beantworten. Doch mal den Kopf erheben und sich die Welt um sich herum betrachten, finde ich viel schöner. Die Natur kann man auch mal anfassen, riechen und schmecken (nur Pflanzen, die man als essbar kennt).

Nicht nur in Workshops nutze ich die Natur als Vorlage, auch verwende ich selbst gern Motive aus dieser.

Illustration mit Aquarellfarbe, die Idee stammt von mir, die Motive aus der Natur

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