Pflegeleichte Gartengestaltung

Es überkommt uns immer mal wieder, dass uns etwas stört und wir es deshalb neugestalten wollen. Nicht nur die Zimmer brauchen ab und an einen neuen Anstrich, auch der Außenbereich gefällt dann nicht mehr. Pflegeleicht soll der Garten werden. Ich habe deshalb einen leicht verständliche Anleitung für einen pflegeleichte Gartengestaltung geschrieben. Es kann sein das sie nicht ganz vollständig ist, aber einer Grundlage für die eigenen Ideen bieten kann.

Planung des Projektes „Pflegeleichte Gartengestaltung

Wie für jedes Bauvorhaben wird ein Plan erstellt. Dabei sollten alle aufkommenden Fragen beantwortet werden

  • Wo möchte ich eine Fläche umgestalten?
  • Was oder wer stört mich an der momentanen Situation?
  • Wie soll es aussehen?
  • Welche Folgearbeiten sollen weg fallen? Ach ist ja schon beantwortet: pflegeleicht soll es werden, also wenn möglich keine Folgearbeiten.
  • Darf mich jemand in meinem Garten beobachten können oder möchte ich für mich sein ohne reale Kontakte zu Nachbarn?

All diese Fragen und solche, die dir noch aufkommen, sowie ihre Antworten können nieder geschrieben werden, müssen aber nicht.

Auch das Erstellen eines möglichen Bauplanes kann von Vorteil sein, damit kann das benötigte Material geordert werden.

1. Bagger und Container bestellen

Der Plan der neuen pflegeleichten Gartengestaltung steht. Das benötigte Material wurde berechnet und bestellt. Jetzt kann es an die Umsetzung des Projektes pflegeleichte Gartengestaltung gehen.

Damit alle vorhandenen Pflanzen und das darin lebende Getier sicher entfernt werden, müssen diese mittels Baumaschinen abgetragen werden. Dabei muss man nicht zimperlich sein. Was sollen der niedliche Maulwurf oder Igel noch, auch die schön duftenden roten Rosen von den Großeltern brauch ich nicht mehr.

  • Die Igel fressen eh nur Laufkäfer, Spinnen, Würmer und Nacktschnecken.
  • Ach und der Maulwurf macht immer so Erdhaufen in die Wiese. Die Erde ist einfach zu locker für Pflanzen und zum verteilen auf der Wiese. Er frisst auch nur Engerlinge, Insektenlarven, Schnecken und Regenwürmer.
  • Pflanzen brauch man auch nicht. Sie produzieren zu viel Sauerstoff. Eigenes Gemüse muss auch nicht sein, das bekommt man im Supermarkt.

Die bereit gestellten Container dienen für den Abtransport der anfallenden Muttererde, Grünabfälle und anderer unerwünschter Materialien. Hier sind sie eh nur noch fehl am Platz.

Nach der Erledigung dieser Arbeit befindet sich weder Baum noch Tier auf deinem Grundstück. Eine gute Voraussetzung für die weiteren Arbeiten. Doch sollten diese ohne zeitliche Verzögerungen erfolgen. Es kann nämlich schnell zu neuem Leben auf der Fläche kommen, den Mutter Natur mag keine freien Flächen. Sie lässt sehr schnell neue Pflanzen wachsen, denn alle erwisch kein Bagger.

So oder ähnlich sieht es während des ersten Bauabschnittes aus.

2. Das Fundament erstellen

Am besten eignet sich Beton für die Errichtung des Fundaments. Dieser Baustoff lässt sich gut auf die gewünschte Fläche aufbringen. Damit wirklich kein Grashalm durchkommt sollte er 50 cm dick aufgetragen werden. Nicht vergessen Stahlmatten einzuarbeiten, es soll auch ein Leben lang halten und pflegeleicht sein. Von schönen farbigen Pflastersteinen rate ich ab. Warum? In den entstehenden Fugen sammeln sich wieder neue Samen, die keinen und wachsen können.

Die Vorteile von Beton:

  • Es gibt nie mehr Matsch auf den Wegen.
  • Bei richtiger Anwendung, des Materials, hält er lange. Pflegearbeiten wie Unkraut ziehen fallen weg.
  • Er ist meist zeitlos grau.

Bitte wundere dich nicht, wenn bei (Stark)regen dein Keller voll läuft. Das Wasser kann nicht im Boden versickern. Um das voll laufen des Kellers zu verhindern, beachte die nächsten Schritte.

3. Aufbau des Schutzes

Der Schutzbereich ist zwingend notwendig. Da Vögel oder Wind Samen von Pflanzen verteilen können. Auch könnte das Zwitschern der Vögel zu angenehm für dein Befinden sein. Auch machen sie nur Dreck, verteilen durch Scharren nach Insekten alles oder hinterlassen Kot.

Die Gestaltung richtet sich ganz nach deinen Wünschen. Soll dich keiner der Nachbarn beobachten können, darf eine Grundmauer von mindesten 2 m Höhe nicht fehlen. Diese darf wieder aus Beton bestehen. Stören die Blicke des Nachbarn nicht, fällt dieser Schritt weg.

Für den Aufbau des Schutzen empfehle ich Glas oder andere lichtdurchlässige Materialien. Ein wenig Licht sollte schon sein. Die Höhe des Baues kann nach den Vorlieben gewählt werden.

Das Glashaus wird in der Größe des Grundstückes geplant und umgesetzt. Das vorhandene Wohn- oder Gartenhaus darf mit in dem Glashaus stehen. Bei der Umsetzung des Baues beauftragst Du am Besten eine Firma vom anderen Teil der Erde, sonst lohnt sich der Spritverbrauch nicht.

Entweder setzt die Baufirma dein Projekt um oder du selbst, da sind dir keine Grenzen gesetzt.

Mit Vollendung des Baus kannst du dich nun glücklich schätzen. Dein Grundstück ist pflegeleicht.

Vorteile dieser pflegeleichten Gartengestaltung

  1. Es wachsen keine ungewünschten Pflanzen in deinem Garten, eigentlich gar keine. Nicht wundern, wenn es gut abgedichtet ist, könnte euch die Luft ausgehen.
  2. Durch die fehlenden Pflanzen gibt es keine Blattläuse und andere störenden Insekten und Kleintiere in deinem Garten.
  3. Die Kinder kommen immer sauber vom Spielen zurück, da es keine Erde oder Matsch gibt. Nicht wundern, wenn es bei kleinen Stürzen zu Schrammen kommt. Beton ist härter als Erde.
  4. Das Glashaus schützt nicht nur vor Samenflug, sondern vor jeglichen Wind und Regen. Es kann nur ganz schön heiß werden, denn die Schattenspender, wie Bäume, fehlen.

Auf was ist sonst noch zu achten?

  • Da Glas leicht zerbrechlich ist, dürfen keine Steine geschmissen werden.
  • Für die Reinigung der Glasflächen können herkömmliche Reiniger für Fenster verwendet werden.
  • Die Betonfläche lässt sich mit der Kehrmaschine oder einem Straßenbesen reinigen.

Ist es das, was ich will? Pflegeleichte Gartengestaltung, wie gerade beschrieben

Ich hoffe du kannst mit dieser Anleitung zu „Pflegeleichter Gartengestaltung“ etwas anfangen. Bei der Umsetzung des Projektes wünsche ich viel Spaß. Vielleicht hast du schon beim Lesen gemerkt, dass es eine Überlegung wert sein könnte, will ich so einen pflegeleichten Garten wirklich?

Ich für meinen Teil könnte es mir gar nicht vorstellen in einem Glashaus zu leben, so ganz ohne Tiere und Pflanzen. Deshalb gestalte ich meinen Garten immer mehr zu einem Naturgarten um. Gartenarbeit ist für mich keine Pflicht mehr sondern eine aktiver Ausgleich zum Berufsalltag in der Altenpflege.

„Betrachte die ganze Natur, wovon du nur ein winziges Stücklein bist, und das ganze Zeitmaß von welchem nur ein kurzer und kleiner Abschnitt dir zugewiesen ist, und das Schicksal, wovon das deinige nur ein Bruchteil bildet.“

(Mark Aurel)

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