Diese Freitagsfrage stellte das Team Vertellis in dem heutigen Newsletter. Ich finde eine gute Frage zum nachdenken. Wir Menschen sind von Natur aus neugierig. Doch wie und wo kann ich meine Fragen beantworten. Dank der Technik geht dies über soziale Medien schnell und bequem, doch ist es das was ICH nutze? Ist das mein Weg, um mein Wissensdurst zu stillen? Hier findet ihr meine Gedanken dazu.

Wieso sollte ich mein Wissen erweitern?

Wir haben festgestellt, dass die meisten Menschen nach der Schule oder dem Studium wenig neues „Lernmaterial“ mehr aufnehmen. Das ist eigentlich sehr schade!

so die Einleitung zu der Frage

Wäre ich heute noch auf dem Wissensstand nach meiner Ausbildung wüsste ich nicht:

  • Wie und was organisiert eine Arzthelferin den Ablauf in einer Praxis,
  • Wie assistiere ich bei ärztlichen Untersuchungen,
  • Wie gehen ich mit alten Menschen um und begleite sie in ihrem letzten Lebensabschnitt
  • Könnte nicht Nähen, Häkeln, Stricken,
  • Meine Kinder ins Leben begleiten,
  • Wer kann mich in sehr schweren Lebenssituationen unterstützen und begleiten,
  • Könnte keine Radierung anfertigen,
  • Meine künstlerischen Fähigkeiten wären nie entdeckt,
  • Im Garten gäbe es keine naturnahe Gestaltung,
  • Einen Blog schreiben

Würde ich noch mehr überlegen, würde eine noch längere Liste entstehen. Durch neues Wissen entwickle ich mich weiter ohne wäre ich sicher aufgeschmissen. Für mich besteht das Leben aus ständigem Lernen, aus- und Aufbau von Fähigkeiten und Fertigkeiten.

Wie erweitere ich mein Wissen?

Die schnellste Quelle ist heute das Internet mit seinen Suchmaschinen und scheinbar unendlichen Seiten, die Wissen weitergeben wollen. Doch reicht mir das?

Internet als Wissensquelle? Macht das immer Sinn?

Ein Stück ja, so zum einlesen in ein Thema, um die ersten Fragen zu beantworten. Dabei merke ich schnell, reichen mir die Antworten. Kann ich der einen Seite Glauben schenken oder wollen die nur ein bestimmtes Produkt verkaufen. Schnell lese ich noch ein paar Texte, Berichte zum gleichen Thema. Für einfache Fragen reicht mir dies auch aus. Doch erweitere ich damit mein Wissen? Kann ich dadurch etwas Neues lernen?

Ohne das Internet wäre ich nicht auf Seiten gestoßen, die einen Teil meiner Fragen beantworten, weitere Hinweise für Anleitungen, Material, Workshops, u.a. geben. In meiner Schulzeit zog ich noch los, um in der Stadtbibliothek nach Büchern zu suchen, die Fragen beantworten oder Bildmaterial lieferten. Dabei entstanden auch interessante Ausarbeitungen mit gezeichneten Bildern, Kopien und handgeschriebenen Texten. Das Internet macht es etwas einfacher, aber auch bequem. Einfach mal in eine Bibliothek gehen in Büchern blättern und sich etwas hineinlesen hat auch etwas für sich.

Wissen auf Papier- Bücher als Wissensquelle

Eine riesige Bücherwand besitze ich nicht, doch blättere und lese ich gern in meinen Büchern. Sie lassen sich auch einfach mal mitnehmen. Vor allem meine Zeichenbücher begleiten mich zu Workshops und anderen Angeboten. Diese nutzen die Teilnehmer für ihre Arbeiten gern.

Die meist genutzten Bücher, der letzten Jahre, sind immer das Koch- und Backbuch mit jeweils einer Extrasammlung an Rezepten. Weil ehe ich den Chefkoch durchsuche, bin ich meist schon fast fertig und schmecken tut das Ergebnis auch.

Wenn mich eine Thema so interessiert, dass ich mehr wissen möchte, kommt der Buchhandel meist nicht zu kurz. In den letzten Monaten füllte sich das Bücherregal im Bereich der Gartengestaltung. Vor Jahren waren es noch Bücher im Bereich Handarbeit. Sprich die Auswahl der Sachliteratur richtet sich nach dem, was Frau gerade interessiert und wo es Wissenslücken gibt. Die Bücher stehen da ja auch nicht nur so als Staubfänger, sondern werden benutzt, Anregungen gesammelt und umgesetzt. Sie gehen mir auch nicht verloren, wie so manche interessante Internetadressen. Sie stehen griffbereit da. Meist kann ich sie schon am Buchrücken erkennen und zulangen.

Ja sie nehmen ein wenig Platz in Anspruch und kosten Geld, doch alles muss ich mir auch nicht kaufen, sondern kann es auch erst einmal ausleihen. In letzter Zeit legte ich mir auch ein paar Bücher als eBook zu, so habe ich sie, doch nehmen keinen Platz im Bücherregal ein.

Das Leben schreibt seine eigene Geschichte – Wissensquelle Lebenserfahrung

Internet und Bücher können sehr hilfreiche Wissensquellen sein, doch nicht die größte und aus meiner Sicht die wichtigste. Erweitern wir nicht durch Erfahrungen unser Wissen am meisten? Schon Säuglinge und Kleinkinder nutzen dies ohne es zu wissen. Wie schnell lernten meine Kinder den Löffel so zu halten, dass die Speisen darauf liegen blieben und in den Mund gelangten. So ändern wir immer wieder unser Verhalten, damit dies möglichst zum gewünschten Ergebnis führt.

Sprichwörter wie „Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen.“ oder „Aus Erfahrung wird man klug.“ verdeutlichen dies und zeigen, dass es schon vor mir genügend Menschen gab, die zu der Erkenntnis kamen.

Ich musst erst in ein großes schwarzes Loch fallen, ehe ich merkt, dass der Beruf nicht alles im Leben ist. Dieses Loch eröffnete mir neu Wege und weckte Interessen, die ich vorher nicht wahrnahm. Diese neuen Interessen, vor allem die künstlerische Arbeit machten wieder Lust auf Wissen und Lernen. Es machte wieder Spaß im Netz nach Ideen und Umsetzungsmöglichkeiten zu suchen, Bücher zu lesen, doch stoßen diese Wissensquellen auch an Grenzen.

Wie geht dies und das? Ich kann es mir nicht vorstellen – Wissensquelle Mensch

An manchen Punkten kommt Frau einfach nicht weiter, weil es zu kompliziert beschrieben ist, weil ich es einfach unter Anleitung ausprobieren will. Hier kommen die Menschen als Lehrende ins Spiel. Z.B. besuche ich seit Jahren regelmäßig die Sommerakademie in Riesa. Hier nahm ich schon an den verschiedensten künstlerischen Workshops teil. Immer mal wieder ein anderer, damit ich meine Wissen erweitern kann. Es ist einfach schön sich mit dem Leiter und den Teilnehmern auszutauschen und ins Gespräch zu kommen.

Mittlerweile nutze ich nicht nur Workshops mit Präsenz, sondern auch digitale Angebote welche mit sozialen Netzwerken gekoppelt sind. Hier wird das Wissen über Videos oder andere Plattformen vermittelt und der Austausch untereinander kommt auch nicht zu kurz. Momentan ja fast die einzige Möglichkeit. Auch gebe ich dafür den einen oder anderen Taler aus. Es kann zwar den echten persönlichen Kontakt nicht ersetzen, doch kommt es wenigstens etwas ran.

Wie gehe ich mit der Anzahl an Wissensquellen um? – Meine Fazit

Das Angebot der Wissensvermittlung ist groß und wächst ständig. Manchmal ist es fast zu viel, um noch wirklich durchzusehen. Es kann auch zu Überflutung mit neuen Ideen kommen, das sehe ich ja an meinen vielen unfertigen Objekten aus meiner persönlichen Challenge. Doch ohne die Vielzahl der Angebote würde es auch langweilig werden. Immerhin kann ich mir das für die Situation passende aussuchen. Wenn es einer schnellen Antwort bedarf, frage ich halt das Internet. Will ich mehr wissen kommen Bücher und Workshops ins Spiel. Brauche ich Inspiration gehe ich auch mal raus spazieren oder treffe mich mit Gleichgesinnten.

Ich möchte auch keine der Wissensquellen missen, weil auf irgend etwas bin ich immer neugierig.

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