Anlage einer Blühwiese- die Fertigstellung

Das Wetter bessert sich, der Frühling zeigt sich von seiner besten Seite. Somit lockt es die Gärtnerin in den Hortus. Die Anlage der Blühwiese kann weiter gehen.

Schon im Februar gab es die ersten Vorkehrungen für den Bau einer Abgrenzung. Das angefallene Holz, vom Fällen einiger Bäume, zersägte ich in etwa 50 cm lange Stücken und lagerte sie. Damit das Regenwasser auf der noch schrägen Fläche nicht einfach abfließt, sondern der Wiese erhalten bleibt, will ich sie eben gestalten.

Da keine Steine vorhanden sind und ich kein Geld ausgeben will, besteht der Plan im Bau einer Trockenmauern aus Stammholz. Sie soll nicht nur als Stütze dienen, sondern gleich Todholz bieten. Was weiß ich, wie meine Ideen in 5 Jahren aussehen. Die Fläche kann sich noch ganz anders entwickeln, als ich es mir jetzt vorstelle. Es muss auch kein Riesenhang aufgefangen werden, sondern ein paar cm Höhenunterschied.

Mit dem Spaten lege ich den Verlauf, der abgrenzenden Stützmauer fest. Der Graben für die Elemente ist schnell ausgehoben.
Wozu ein alter Spatenstiel alles dienen kann. Hier als Halterung für die Bauschnur. Mit der Bauschnur lege ich die Höhe und den Verlauf der Stämme fest.
Die Stützmauer aus Todholz steht. Ich finde sie sehr interessant, durch die verschiedenen Holzarten, die unterschiedlichen Stärken und nicht gleichmäßige Höhe.

Während ich den Graben aushebe entsteht ein neuer zusätzlicher Plan. Es kommt fast reiner Lehm zum Vorschein, aus dem sich eine Lehmfläche bauen lässt. Es reicht für die zwei Gefäße. „Immerhin reicht es für ein paar Wildbienen.“ dachte ich mir und stelle sie zur Seite.

Wie gut, dass Frau auch ein wenig sammelt, sonst hätte ich nichts für den Lehm gehabt.

Jetzt ruht sich Frau nicht aus. Es geht weiter mit Grasnarbe abstechen und Ausgraben von Stauden,sowie Wurzeln. Dabei stoße ich auf eine weitere Lehmschicht, die sich besser ausgraben lässt, als die letzte. „Jetzt gibt es ein richtiges Lehmbeet.“

Bevor ich Weitergrabe mache ich mich ans Werk. Zuerst überlege ich, wo kann ich dieses in die Blühwiese integrieren. Es würde ja passen. Den Platz muss ich nicht lange suchen. Das Material ist auch vorhanden. Es entsteht eine für mich sinnvolle Kombination:

  • Der fast tote Baum, welcher schon gern von Insekten genutzt wird ( eine Eidechse nutzt ihn auch, als Versteck),
  • Die entstehende Blühwiese, als Nahrungsquelle,
  • Das Lehmbeet, als Brutstätte und Quelle für Baumaterial
Aus vorhandenen Steinen baue ich die Abgrenzung. Diese lege ich nur lose übereinander, damit Lücken für Bewohner und Pflanzen entstehen.

Der Extraplan ist umgesetzt. Jetzt geht es weiter mit Umgraben, die Rasenkantensteine neu ausrichten. Erst wollte ich die Kantensteine lassen, doch in den Fugen wuchs Gras, was sich nicht mehr entfernen lies. Da sie eh locker sind, nehme ich sie kurz weg und entferne die Graswurzeln. Dabei kann ich sie gleich neu ausrichten. (Sie kippten schon zur Wiese hin.)

Geschafft! Die Fläche hat kein Gras mehr. Sie ist eben und Wege aus Hackschnitzel gibt es jetzt auch. Damit kann Frau auch durch die Wiese laufen, den Wein schneiden und die Besucher, der Wiese beobachten. Zu Guter letzt trifft sich das Saatgut und die Erde. Jetzt liegt es an der Natur, dass die Samen keimen und die Pflanzen ihre Bracht entfalten.

Die momentan fertig angelegte Blühwiese.
Der Blick von der anderen Seite auf die Fläche.

Ein wenig amüsanten finde ich dieses Erlebnis: Ich baue für die Wildbienen eine neue Fläche, in der Hoffnung, dass sie bei mir einziehen. Dann kommen die ersten schönen Frühlingstage. Ich spaziere durch meinen Hortus und sehe das:

https://videos.files.wordpress.com/z7uyFGNi/img_1131.mov
Die Bienen sind schon eingezogen.
https://videos.files.wordpress.com/7gQusoXz/img_1130.mov
Und ihnen scheint es zu gefallen.

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