Der Anfang ist nicht schwer, doch dann… – eine persönliche Challenge

Im Januar dieses Jahres meldete ich mich für „The Content Society“ bei Sympatexter an. Mit dem Ziel wieder regelmäßig zu bloggen. Doch macht sich momentan ein altes Muster breit:

Ich fange etwas an und mache es nicht fertig.

Es entstehen unfertige Objekte. Wenn ich durch meine Wohnung laufe finde ich da einige, auch tolle Onlinekurse, angelesene Bücher … Mich nervt es langsam, dass Frau immer wieder neues beginnt und vom Weg abkommt. Ich beginne ein Projekt aus Begeisterung. Dann kommt die nächste glorreiche Idee und fange diese an. Zu Beginn laufen sie gut nebeneinander, doch dann bleibt eines auf der Strecke. Das Projekt liegt in der Ecke, unfertig. Sein bester Freund wird der Staub. Mit der Zeit gesellen sich noch andere UFOs hinzu.

Mit der persönlichen Challenge möchte ich diesen Berg an UFOs (Unfertige Objekte) abbauen, deshalb läuft die Challenge unter den Titel:

UFO- Challenge.

Immer wieder blockieren sie das Handeln, diese unbearbeiteten Schlaglöcher. Diese Zeichnung entstand 2013.

Was machen diese UFOs mit mir?

Offensichtliche verbrauchte Ressourcen:

  • Sie liegen in einer Ecke und nehmen Platz weg. Unordnung entsteht.
  • Die Anschaffung der Materialien kostete meist Geld. Mein Konto freute sich nicht.
  • Mit der Planung, Einkauf und dem Beginn des Projektes verbrachte ich Zeit.

Es macht Spaß sich mit neuen zu befassen. Bei jedem Projekt besteht auch das Bestreben, es zu beenden. Der Gedanke:

Dieses Mal schaffe ich es!

besteht auch. Aber die Zeit zeigt es. Wieder ein Projekt, was unvollendet in der Ecke liegt.

Der innerliche Prozess beginnt

… meist schleichend und unbemerkt.

  • Ich werde das Projekt in der nächsten Zeit fertigstellen.
  • Ach ja, da war noch was.
  • Das Projekt kommt in Vergessenheit und verstaubt.
  • Das UFO kommt mir mal wieder in den Sinn, doch heute habe ich keine Lust es weiter zu machen.
  • Morgen setzte ich mich ganz bestimmt daran.
  • Das Hamsterrad dreht sich immer weiter.
  • Ich werde unzufrieden mit mir. Ärger zu meinem eigenen Tun entsteht.
  • Depressive Stimmung zuerst zu dem Projekt und dann im Alltag macht sich breit.
light city dark building
Manchmal steht Frau sich selbst im Weg, da braucht es keine Mauer oder Absperrung.
Photo by Fez Brook on Pexels.com

Woher kommt dieses Verhalten, vieles anfangen und nicht beenden?

Im Laufe meines Lebens musste ich sehr oft Erfahrungen machen, bei der ich als Person nicht so anerkannt war. Schon in der Schule wurde ich gehänselt, weil mal die Haare nicht gekämmt waren, ich nicht die Kleider trug, die angesagt waren… Später gab es eine Chefin, der ich kaum etwas recht machen konnte…

Wieso sollte ich es mir recht machen? Der Glaubensgrundsatz,

Ich bin nicht gut genug.

steckt so tief fest, dass er eine gelernte Realität für mich ist.

Genau dieser kommt hoch, wenn ich die angefangenen Projekte sehe.

Mandala gedruck aus einem Holzschnitt nach eigener Idee.

Bringe ich nichts zu Ende???

Es gibt eine Reihe Ziele/ Projekte, die ich erfolgreich mit Erfolg zu Ende brachte :

  • Ich beendete erfolgreich meine Ausbildung zur Krankenschwester, trotz Schwangerschaft und Kind.
  • Ich war nie erwerbslos, obwohl ich alleinerziehende Muttter bin.
  • Ich brachte mich in ehrenamtliche Projekte der Kirchgemeinde ein, bei denen ich immer gern gesehen war.
  • Ein Teil meiner Bilder hängen in der Galerie mit Weitblick. Bisher die dritte Ausstellung. Zum Kirchentag 2017 in Berlin bewarb ich mich aus Trotz. Es entstand eine sehr offene Ausstellung mit dem Titel: „Was geht in mir vor?- Wieso sieht es keiner?- Was empfindet ein depressiver Mensch?“
  • Die Vereinsmitglieder des Noteingang e.V. Radebeul wählten mich in den Vorstand.
  • Ich blogge seit ca. 2008.
  • Ich schaffte es aus der vollen Erwerbsminderungsrente.

All diese Erfolgserlebnisse schaffen es nicht den Glaubenssatz, „ Ich fange etwas an und mache es nicht fertig. „, vollständig umzukehren.

Das Werkzeug ist vorhanden, muss jetzt auch an der richtigen Stelle eingesetzt werden. So sah mein Arbeitsplatz zur Sommerakademie 2016 aus. Es entstanden einige interessante Holzarbeiten.

Wie sieht die UFO Challenge aus?

Diese Aufgabe stelle ich mir:

Die Aufgabe der Challenge ist es, den Berg mit angefangenen Projekten abzubauen. Diesen Prozess möchte ich, hier im Blog, mit euch teilen. Sprich ich mache Fotos und schreibe meine Gadanken und Erfahrungen mit den mir gestellten Zielen nieder.

Was erhoffe ich mir von dieser persönlichen Challenge?

  • Es gibt weniger unfertige Objekte in meiner Wohnung.
  • Ich erfahre das Ende der angelesenen Bücher.
  • Kurse kann ich als abgeschlossen makieren. Ob sie noch das einstige Ziel erreichen?
  • Da die Challenge öffentlich niedergeschrieben ist, weiß es die ganze Welt. Wie soll ich mich bei Nichterfüllung raus reden? Das wäre ja peinlich. Nein es soll mich anspornen am Ball zu bleiben.
  • Den Glaubenssatz nicht bestätigen, sondern in, „Ich kann meine Ziele erreichen.“ umwandeln. Nicht nur hier, sondern auch im Kopf und meinem Empfinden.

Wie soll die Challange ablaufen?

  1. In dem nächsten Artikel zeige ich euch die angefangenen Projekte, welche mir bis dahin ins Auge fallen. Diese möchte ich auch beenden.
  2. Ich lege fest, welches Projekt ich als nächstes fertigstellen möchte. Dieses Projekt sollte zum Ende des Monats fertig sein.
  3. Ich teile mit euch das Ergebnis und meine Erfahrungen hier im Blog.

3 Gedanken zu „Der Anfang ist nicht schwer, doch dann… – eine persönliche Challenge

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