Jahresrückblick 2020- spürbare Veränderungen

In den letzten Tagen trug ich einige Erfahrungen, Erlebnisse, Ereignisse zusammen. Was bewegte mich? Was nahm und nehme ich mit? Mit dem schriftlichen Festhalten merkte ich, dass das Jahr 2020 nicht nur von Corona bestimmt wurde. 

Diesen Geldschein bekam ich vor ca. 7 Jahren geschenkt und ist seitdem Teil meiner Geldbörse.

Veränderungen traten ein, die meisten ungeplant

 

Eine wirklich Vorstellung oder Motto gab es zu Beginn des Jahres nicht. Doch jetzt kann ich sagen, diese kleine Text passt für mich und das Jahr 2020.


Klänge für die Seele- Konzert Stahlzeit 

Ein schöneres Weihnachtsgeschenk, als gemeinsame Zeit kann es für mich kaum geben. Im Idealfall mit Erlebnissen verbunden, die allen Beteiligten gefallen. Deshalb schenkte ich meinem Sohn 2 Konzertkarten für die Band  

Das ich sie fahre und warten würde, stand schon fest, auch den Wunsch, mir das Konzert anzusehen. Doch besaß ich keine Karte. Kurzentschlossen rief ich beim Kartenvorverkauf an. Er teilte mir mit, dass es noch welche an der Abendkasse gäbe. 

Zu Dritt zogen wir los. Im Vorfeld wies ich die Jugendlichen darauf hin, nur kleine Getränkeflaschen mitzunehmen. Aber wieso auf Erwachsene hören? Wer nicht hören will, muss fühlen. Eine volle 1,5l- Flasche füllte den Mülleimer am Eingang. 

Wir genossen die Show mit den vielen Feuereinlagen, der Rammstein- Musik und allen  anderen Einlagen der Band. Eine Autogrammstunde rundete den Abend ab.

Ein Minieindruck der Veranstaltung


Warum immer normal, wenn es auch anders geht. Autogramme im Gesicht.

Planung, Mühen für umsonst- Oder auch nicht?

Nach vielen hin und her überlegen, beseitigen von Zweifeln entschloss ich mich, jetzt bewerbe ich mich für ein Vollzeitstudium im Bereich soziale Arbeit. Noch einmal etwas neues lernen und einen zu mir passenden Berufsabschluss erwerben, waren das Ziel. Alle notwendigen Unterlagen, wie Nachweise der Tätigkeiten in dem Bereich trug ich zusammen. Ich schrieb eine ausführliche Begründung für die Entscheidung zu diesem Studiengang. Schickte alle Unterlagen pünktlich an die Hochschule. Jetzt hieß es abwarten. Im Juni kam die Entscheidung, dass meine Bewerbung zu den auserwählten Absagen zählte. Das Aus für diesen Wunsch mein berufliches Leben mit einem neuen Beruf wieder zu beginnen.


Durch die intensive Auseinandersetzung mit meiner schulischen und beruflichen Vergangenheit, welche für das Begründungsschreiben notwendig waren, lernte ich mich von anderen Seiten kennen. Diese Seiten gingen ein wenig in den letzten Jahren verloren. Ich stellte fest, welche Aufgaben ich bei den verschiedenen Arbeitgebern gern erledigte, welche mir überhaupt nicht liegen. Diese Erkenntnisse kommen mir für neue Ideen des beruflichen Weiterkommens zu gute.


Vielleicht soll dieser Studiengang einfach nicht sein, warum auch immer. Das wird erst die Zukunft und der Rückblick zeigen.

Naja, die eine Tür verschließt sich, doch sicher öffnet sich dafür eine andere.

Back to the Route- Beruflicher Wiedereinstieg

Schon vor dem Aus, des Studiums gab es die Intuition an einen Plan B zu denken. So recht gab es diesen jedoch nicht.

Zufällig las ich eine interessante Stellenanzeige. Ich überlegte nicht, sondern schrieb eine sehr kurze Mail, als Bewerbung. Es waren nicht mehr als drei Sätze. Anhänge, wie Lebenslauf, Zeugnisse fehlten komplett.

Gedanken machte ich mir erst hinterher. Ein wenig peinlich fand ich diese Bewerbung nun schon. War es eine gute Idee mich im erlernten Beruf wieder einzusteigen? Irgendwie wollte ich auch wissen, ob ich genügend belastbar bin. Bis dahin machte ich, was mir momentan gut tat und konnte meine Zeit komplett selbst einteilen.

Auf eine Einladung zum Vorstellungsgespräch musste ich nicht lange warten. Den Arbeitsvertrag hielt ich Stolz und glücklich kurz danach in meinen Händen. Ohne irgendwelche Maßnahmen der Rentenversicherung konnte ich meine Belastbarkeit ausprobieren.

Schnell leckte ich Blut am alten Beruf und macht wieder Spaß. Ich komme mit der Entscheidung super klar. So das ich ab Januar eine 50% Stelle bekomme. Meinen Lebensunterhalt kann ich zum größten Teil wieder selbst bestreiten.

Siehe da es öffnet sich die Tür, die ich persönlich sicher und fest verschloss, von ganz allein.



Aufstieg auf anderem Weg

Vor gut 5 Jahren entstanden die ersten Kontakte zu einem Jugendverein hier in Radebeul. Dieser entstand So fast nebenbei. Damals fing ich mit Stencil Graffiti an. Verschiedene Bilder mit Schablonen entstanden und es machte Spaß, doch war es keine Technik für die Wintermonate. Mit Graffitifarben in der Wohnung arbeiten keine Option für mich, der Farbgeruch und die feinen Farbpartikel verteilen sich überall. Ich probierte mich in anderen Drucktechniken aus, welche zu Hause gut umsetzbar waren, Holzschnitt und Linolschnitt. Doch fehlten mir die vielen Farben.

Für mich entwickelt sich der Noteingang vom einstigen Lichtschimmer zum festen Leuchtturm in meinem Leben.



Ich lernte zu der Sommerakademie den Leiter des
NotART kennen. Edgar Kupfer erzählt mir schwärmend vieles über den Kreativraum und den Jugendverein Noteingang in Radebeul. Ich wohnte zu der Zeit noch in Riesa, trotzdem besuchte ich den Kreativraum, weil ich neugierig war. aus dem einem Besuch wurden viele, weil es zu mir passte. Ich lernte viele interessante und nette Menschen kennen. Mit Edi und dem Kreativraum erhielt ich zuerst Einblick in grafisches Arbeiten. Welches ich schnell anfing auszuprobieren. Zuerst einfache Kaltnadelradierungen bis hin zu mehrfarbigen Arbeiten mit Aquatinta. Ich fand für mich einen Raum indem ich mich frei entfalten und immer mehr künstlerisch austoben konnte.

Hier seht ihr einen Schriftzug in Graffiti- Optik, umgesetzt als Kaltnadelradierung.



Aus den anfänglichen Besuchen entstand eine innige Beziehung, ein Wohnortwechsel und Liebe zu einer neuen Heimatstadt.


Anfang diesen Jahres stand die Wahl eines neuen Vorstandes für den
Noteingang an. Das Interesse des alten Vorstandes war aus beruflicher Entwicklung und neuen Lebensaufgaben nicht mehr vorhanden. Also galt es einen fast komplett neuen Vorstand zu wählen.


In den letzten Jahren wuchs mir nicht nur der Kreativraum ans Herz, sondern auch das gesamte Vereinsleben. Anfangs genoss ich die Veranstaltungen. Später half ich mal am Einlass, mal an der aber aus, es kamen auch eigene Idee hinzu. Mit den Ideen fing ich immer mehr an zu organisieren, die Mitglieder für meine Vorschläge zu begeistern und sie einzubeziehen. Das Vertrauen in meine Person wuchs. Mein Selbstbewusstsein erhielt einen Drive, der zum größten Gegner für die Depressionen wurde.


Ich stand mit auf der Kandidatenliste für den neuen Vorstand. Jetzt bin ich Vereinsvorsitzende, die erste seit bestehen des Vereines. Ein wenig stolz bin ich darauf. Der neu gewählte Vorstand konnte seine Arbeit beginnen, noch mit den gewohnten Vorsatz, weiterführen, wie bisher. Doch es dauerte keine zwei Wochen, da änderte sich dies grundlegend.



Das Vereinslogo



Neue Farbe braucht der Verein

Schon Anfang des Jahres überlegte ich, wie können wir den Menschen zeigen, was im Kreativraum möglich sein kann? In den Jahren zuvor fuhren wir regelmäßig nach Gostewitz zum Kunst- und Handwerksmarkt und Hofweihnacht, auch zu einigen anderen Märkten. Im Gepäck befanden sich entweder viele Bilder aus unserem Schaffen oder der Graffiti-Stand. In den Räumlichkeiten fand ab und an eine kreative Nacht statt.

Durch Zufall stieß ich auf das jährlich stattfindende Kunst offen. Es machte gleich klick, wieso nicht eine andere Art der eigenen Präsentation nutzen. Ich meldete den Verein direkt zu der Aktion an. Erst danach sprach ich mit den anderen, die die Aktion gut fanden. Schnell bemerkten wir, die Optik der Räumlichkeiten passt nicht. Frische Farbe an den Wänden wäre nicht schlecht. Ein großer Plan wurde nicht erst gemacht, Zeit von Anfang März bis Pfingsten war ja.

Der Zugang zum Kreativraum er war einfach nicht mehr ansehnlich und für Gäste nicht mehr vorzeigbar.



Anfangs planten wir den Zugang zum Kreativraum in neuen Farben erstrahlen zu lassen. Nebenbei entstand der Plan eine kleine Jugendgalerie zu integrieren. Die finanzielle Unterstützung beantragten wir hierfür, rechtzeitig vor der Umsetzung bzw. des Projektbeginns.


Die Arbeiten begannen wir alle Nutzer*innen des Kreativraumes gemeinsam. Suchten Farbideen heraus und planten das Material. Die alten Tapeten und Farben wurden von Wänden und Türen entfernt.

Es ist schon interssant zu sehen, was früher so an der Wand klebte. Ein kleines Stück ließen wir hängen , als kleines Zeitfenster.



Es machten sich immer mehr die Auswirkungen von Corona bemerkbar. Die Berufsschulen und Hochschulen schlossen. Die jungen Vereinsmitglieder waren zum Teil zu Hause und hatten wenig zu tun. Dies machte sich in den Vereinsräumen bemerkbar. Auf einmal bekamen alle Lust auf eine optische Veränderung der gesamten Räumlichkeiten. Überall wuselte es. Die einen räumten und misteten alle Räume aus. Nicht genutzte, defekte und unschöne Dinge fanden ihren letzten Weg in den Müllcontainer. Andere kauften Farben und gestalteten die Wände neu. Aus alten Dingen bauten wir neue, wie die Sitzecke.

Alle sind voll am Werkeln.


Dann kam der Lockdown. Die Renovierung war noch im vollem Gange, nichts fertig. Wir organisierten uns um. Von einem gemeinschaftlichen Arbeiten, bei dem alle möglichen Helfer*innen anwesend waren zu Einzelarbeit. Damit dauerte es zwar länger, doch mühsam ernährt sich das Eichhörnchen. Kurz vor Pfingsten erstrahlte der Großteil im neuen Gewand.


Wir sind alle stolz auf die gemeinsam geleistet Arbeit. Der Plan war die Räumlichkeiten mit einer Party einzuweihen, doch die Corona- Vorschriften erlaubten uns es bisher nicht.

Hier seht ihr den neu gestalteten Eingangsbereich. Rechts hängen Malereien und Stencil- Graffiti von mir. Sie sollen den Besucher*innen zeigen, was möglich sein kann.


 

 

Kunst offen in Sachsen

 


 

Pfingsten stand vor der Tür. Einige Lockerungen standen schon fest, damit auch die Frage, 

„Wollen wir Kunst offen, mit all den Hygieneauflagen durchführen oder nicht?“

Wir entschieden uns für die Veranstaltung. Ein Hygiene- Konzept für die allgemeine Öffnung des Kreativraumes stand schon und war bewilligt. Alle unsere Ideen von einem gemütlichen Künstler- Café im Noteingang, Präsentationstische für die Arbeiten verlegten wir nach draußen. Überall markierten wir die Wege und Abstände, mal einfach, aber auch bunt und künstlerisch mit Kreidefarbe.

Der Künstlerpavillion gestaltet mit Arbeiten der Künstler*innen.
Die Alternative zum Künstler- Café bestand aus einem Grillstand. Es minderte die Laune der Besucher überhaupt nicht.


Ein kleine, aber wichtige Schwierigkeit galt es noch zu meistern, die Jugendgalerie. Den Antrag für die Gelder reichten wir im März, also mehr als rechtzeitig, beim Jugendforum ein. Dieses besteht aus Jugendlichen, welche sich regelmäßig treffen. Bei diesen Treffen besprechen sie verschiedene Themen und entscheiden welche Ideen von anderen Jugendlichen finanziell unterstützt werden, so auch unseren Antrag für Galerieschienen und Zubehör. Leider fielen, wegen der Bestimmungen, mehrere Treffen aus. Dadurch entschieden die Jugendlichen gut eine Woche vor Pfingsten unseren Antrag. Wir konnten das Material kaufen, aber das Projekt musste Pfingsten fertig sein und starten. Einen Aufschub konnte ich nicht aushandeln, nur entweder das Projekt steht und wir bekommen die Unterstützung oder Pech gehabt.

Mit der Bewilligung des Bescheides bestellte ich sofort das Material online mit der Gewissheit, dass es pünktlich kommt. Doch falsch gedacht. Ich fragte zum Glück nach der aktuellen Lieferzeit. Die Antwort war gut eine Woche, jedoch ohne Garantie, dass diese eingehalten werden kann. Zum Glück gibt es hier in Dresden eine Filiale des Händlers. Mit dieser fand ich einen Weg die Galerieschienen zu bekommen. Ich kaufte den am Lager vorhandenen Vorrat. 

Pünktlich Pfingstsonntag hingen unsere Bilder  in der geplanten Jugendgalerie. 

Die Galerieschienen und Bilder hingen pünktlich zur Eröffnung von Kunst offen.


Ohne die Beschädigung der Elektrik, durch die Bohrmaschine, wären wir nie auf die Idee gekommen, die Bilder mit farbiger Beleuchtung zu präsentieren.


 

Die Veranstaltung  Kunst offen besuchten einige Kunst interssierte. Mit den Kindern gestalteten wir Lampenschirme von IKEA. Einige malten sie mit  verschiedenen Stiften an, andere nutzten Graffitifarben. Spaß hatten sie alle.

 

Einer der Lampenschirme gestaltet mit Sprühfarben. Sie dienten zum Weinherbst als Dekoration.


Steinige Angelegenheit- Sommerakademie Riesa

Wie konnte es anders sein, als das das Stattfinden der Sommerakademie Riesa auf wackligen Beinen stand. Doch die Organisatoren setzten alle Hebel in Bewegung, damit es auch in diesem Jahr eine gelungene Veranstaltung werden konnte.

Mich lies das Hin und Her an der Teilnahme zweifel. Pünktlich Anfang März meldete ich mich an, dann die mangelnden Informationen ob und wie die Akademie geplant werden soll. Ich überlegte bis eine Woche vor Beginn, doch ein Telefonat  überzeugte mich. Dabei unterhielten wir uns darüber, wie es geplant ist und mit welchen Aufwand der Veranstalter dies organisierte. Schlussendlich nahm ich auch dieses Jahr teil.

Zuerst hatte ich mich für den Kurs Holzbildhauerei entschieden, doch reizte mich die Steinbildhauerei vielmehr und wechselte dahin.

Eine Idee gab es schon in meinem Kopf. In einigen Gartengruppen, der sozialen Netzwerke, las ich von Gartenwächtern. Diese waren meist mystisch angehauchte menschliche Figuren. So einen wollte ich nicht. Da mir in meinem eigenen Garten mehrmals die eleganten Eidechsen begegneten und ich stolz bin, diesen einen Unterschlupf geben zu können, geisterten diese in meinem Kopf herum.

Ich sammelte bei Mr. Google Fotos und machte einige Skizzen dieser Echsen.Ein genaueres Bild der Skulptur entstand.  

Selbst diese raue Steinoberfläche bekommt man glatt. Mit ein wenig Geduld und Fingerspitzengefühl beim Schlagen mit Hammer und Meißel geht das.

Montag der erste Tag der Sommerferien und damit Beginn der Sommerakademie stand auf dem Kalender. Mit der Bahn fuhr ich nach Riesa. Schon auf dem Bahnhof begegneten mir einige bekannte Gesichter und schon war es da, das Gefühl der Sommerakademie. Alle vorangegangenen Zweifel gehörten mit einem Schlag der Vergangenheit an. Dieses Gefühl lässt sich schwer beschreiben. Man trifft bekannte, freundliche, kreative Menschen, die eines gemeinsam haben, eine schöne gemeinsame Woche zu erleben, mit Geselligkeit und kreativen künstlerischen Aktivitäten. 

Auch als ich in Gostewitz ankam, begegnete ich vielen bekannten Gesichtern, einige davon  in meinem Kurs, Steinbildhauerei. Jan, der Kursleiter, erzählte uns zuerst alles, was mit den Corona- Vorschriften einzuhalten ist, dann vieles über den Kurs. Viele große Quader Sandstein lagen zur Bearbeitung bereit. Anfangs konnte ich mich nicht so recht entscheiden, der eine besaß eine wunderschöne Maserung, der andere passte zu meiner Idee. Schlussendlich fand ich meinen Stein.

Dieses Exemplar galt es nun zu bearbeiten.

 

Zuerst formte ich meine Idee aus Ton, damit ich ein reales Modell vor den Augen hatte. Vor allem die Beinstellungen waren mir wichtig, weil die mir bei Tieren immer schwer fällt.

Darf ich vorstellen, meine Eidechse in Ton.

 

In den nächsten fünf Tagen konnte ich all meine überschüssige Energie am Stein auslassen. Zu beginn noch etwas unkoordiniert, doch freundete ich mich mit dem Werkzeugen immer mehr an. Schlag für Schlag auf den Meißel sprang ein Stück des Steines weg. Immer mehr erkannte ich meinen Gartenwächter, nein Gartenwächterin Frida in dem Stein. Noch hütet sie das Gut in Gostewitz, doch den Weg in meinen Garten wird sie auch noch finden.

Es gibt allerhand Werkzeuge für die Bearbeitung des Sandsteines. Der Boschhammer wurde zum groben Zerteilen des Steinquaders verwendet, danach nur noch Hammer und Meißel.

 

Frida in der Rohform, es lässt sich schon erkennen, was es wird.


Hier noch einmal aus einem andern Blickwinkel. Leider habe ich kein Bild der fertigen Skulptur. Hat Frau bei der ganzen Arbeit vergessen. Doch die Nächste Möglichkeit eines zu machen, kommt sicher.



„Gelebt in Farbe“- Ausstellung 

Nachdem die Ausstellungseröffnung verschoben wurde, konnte sie wie geplant stattfinden. 

Zusammen mit Edgar Kupfer plante ich seit Ende 2019 diese Ausstellung. Er malte geträumte Bilder, ich gelebte. 


 

Für mich ist es die erste Ausstellung in einer Galerie. Zum Grafikmarkt 2019 fragte ich zögerlich die Galeristin, ob sie sich eine Ausstellung mit meinen Bildern vorstellen könne und drückte ihr ein Fotobuch mit Werken von mir in die Hand. Im Dezember bekam ich das Angebot mit Edi zusammen auszustellen, da diese Ausstellung schon im Plan stand. Wir besprachen uns kurz. Ich nahm das Angebot dankend an. 

 Am 13.09.2020 fand die Vernissage statt, musikalisch begleitet von Heinz Lindner und eine wunderschöne Laudatio hielt Thomas Gerlach.

Die Bilder zieren noch die Wände der Galerie mit Weitblick, doch leider ist momentan kein Besuch möglich. Einen kleinen Einblick könnt ihr hier bekommen.

Bisher kamen viele positive Rückmeldungen zu meinen Bildern und es gab auch einen Zeitungsartikel zu der Ausstellung. Der Blogeintrag, der Bloggerin und Journalistin Lilly Vostry, ging runder, wie Öl.  Dies alles macht mir Mut ein weiteres Projekt zu starten.

Weinherbst 2020

Aus all den gegebenen Umständen stand fest, dass das Herbst- und Weinfest nicht in der gewohnten Form stattfinden würde.

Ich persönlich sah die veränderte Planung und Gestaltung, des Weinfestes, für mich und den Verein als Herausforderung und Möglichkeit an. Da dies verteilt auf die gesamte Stadt organisiert wurde, entschlossen wir uns das Vereinsgelände zu nutzen. Es hatte einige Vorteile. Wir mussten nicht mit dem gesamten Inventar in die Tonne umziehen, die Besucher*innen konnten unsere neu gestalteten Räumlichkeiten kennenlernen.

Wir planten eine dreitägiges Programm mit Musik, Sport und Spaß. 

Da es von Seiten der Stadt wenig Unterstützung gab, gestalten wir alles selbst von Werbeflyern bis hin zu den Aufstellern.

Direkt an der Skaterbahn hing der Hinweis für den Contest.


Der Skatcontest fiel leider wegen Regenwetter aus. In einer Hauruck- Aktion holten wir diesen 14 Tage später nach. Der Contest an und für sich machte nicht die Probleme, sondern schaffen wir es ein bewilligtes Hygienekonzept zu erstellen und die Veranstaltung anzumelden. Da die Drähte gut liefen, auch diesmal zum Wettergott, erlebten wir einen schönen Contest mit vielen Teilnehmer*innen.

Die Auftritte der Punkbands nahmen die Gäste dankend an, auch die anderen musikalischen Angebote. Leider spielte das Wetter nicht mit und es fanden wenige Besucher*innen den Weg  zu uns. Doch die den Weg fanden, feierten und genossen die Angebote.

Die Bar im abendlichen Licht, hier gab es neben Bier auch regionale Weine und natürlich Federweißer.


Mit den Einlassbändern konnten wir die Anzahl der Besucher*innen im Auge halten, damit alle ausreichend Abstand einhalten konnten.

Die Veranstaltungen unter freiem Himmel gefielen den Vereinsmitgliedern so, dass der Wunsch besteht, weiterhin Open Air Veranstaltungen zu planen. Ein schönes Ziel für den Verein in den nächsten Jahren finde ich.



Lass deiner Kreativität

Eine meiner liebsten Arbeiten sind die künstlerischen Workshops mit Kindern und Jugendlichen. Es macht mir einfach Spaß mein Wissen an sie weiter zu geben. Auch den Teilnehmer*innen bringt es Freude. Sie können sich kreativ austoben. Das Thema der einzelnen Kurse oder das Material gebe ich vor und die Jugendlichen können frei, jeder nach seinen Vorlieben, Tempo und Interessen arbeiten. Ich stehe ihnen dann helfen zur Verfügung. Ziel dabei ist, dass alle mit einem guten Gefühl und Selbstbewusstsein nach Hause geht. 

Einen sehr angenehmen Workshop hielt ich Ende August mit Kindern des Kinderschutzbundes. Sie wünschten sich, einmal draußen in der Natur zu zeichnen. Gern nahm ich dieses Thema auf, da nicht weit von der Einrichtung viele schöne Aussichten zu finden sind.

Jede*r richtet sich seinen Platz nach seinen Vorstellungen ein.

Am ersten Tag des Workshops stand das sehen der Dinge und diese aufs Papier bringen im Vordergrund. Dazu gab mehrere kleine Übungen bis hin zu einem kleinen Stillleben aus Obst. Bei diesen Übungen stellte ich den Teilnehmer*innen alle mitgebrachten Materialien vor, die sie natürlich auch ausprobieren konnten. Am Ende des Tages überlegten wir gemeinsam, was davon gut mit nach draußen genommen werden könnte und was noch alles  in die Tasche gehört. Schließlich war es Sommer und warm.

Mit viel Motivation und Ausdauer übten die Teilnehmer*innen das Gesehene zu zeichnen.

Schon im Vorfeld überlegte ich genau, was könnten die Teilnehmer zu Hause besitzen und was sich vom Taschengeld hinzu kaufen. Es bringt den Teilnehmer*innen nichts, wenn ich bei allen Workshops die tollsten und teuersten Materialien zeige und sie können das Gelernte zu Hause nicht anwenden.

Der neue Tag brach an. Gut bepackt mit all den Materialien zogen wir los. Jeder suchte sich ein Motiv zum Zeichnen aus. Die Auswahl fiel bei dem einen auf eine gesamte Landschaft, die nächste entschied sich für einen Baum, aber auch einzelne kleine Pflanzen. Eine wunderschöne Vielfalt bei der einiges an Techniken möglich war. Da schwierigste war ein Grashüpfer, der aufs Papier sollte, doch er hielt nicht still. Da half nur die Technik mit der wir ihn fotografierten. 

Motive fanden alle schnell und brachten sie aufs Papier.


 

Es ist einfach schön mit zu erleben, wie jede*r sein Motiv findet und sich damit auseinander setzt. Sie arbeiteten nicht nur. Sie nutzten auch die Zeit für Gespräche und Spaß miteinander. Am Ende, der drei Tage, hielten alle mehrere fertige Bilder in der Hand. Einige davon schmücken die Räumlichkeiten des Kinderschutzbundes.

Es kamen einige Arbeiten in den drei Tagen zusammen.


 

Ich hielt noch einige andere Workshops wie Malen mit Acrylfarben, vom selbst gebautem Keilrahmen bis hin zum einfachen Bild… 


Vom Garten zum Hortus 

Bis ungefähr Mai des Jahres galt mein Garten als eine Art Anhängsel, dass ich zwar pflege und Zeit dort verbringe, aber mehr nicht. Durch verschiedene Gartengruppen in den sozialen Netzwerken stieß ich auf den Begriff Hortus. Ich befasste mich intensiv damit und merkte mit jedem Artikel mehr, dass ist es, so will ichm einen Garten, naturnah und insektenfreundlich. 

Ich kaufte mir Bücher, meldete ich im

Es dauerte nicht lange, da fühlten sich die neuen Pflanzen wohl. Auch den Bienen, Hummeln… gefiel das bunte Angebot.


 

Für mich biologisch wertlose Heckenpflanzen fielen der Kettensäge zum Opfer und dienen jetzt als Käferkeller, anderes abgeschnittenes und gefälltes Holz findet Frau auf der Benjeshecke wieder oder im Hügelbeet. An anderer Stelle hielten neue einheimische Heckenpflanzen ein zu Hause. 

So ein Käferkeller kann ganz schön viel Totholz aufnehmen. Hier fanden gut 5 ausgewachsene Koniferen ihren Platz. Ich bin schon gespannt wer hier einzieht.


Es gibt noch viele Ideen für den entstehenden Hortus, die umgesetzt werden möchten. Also die Arbeit, nein die Urlaubstage im Garten werden nicht langweilig werden. 

Wieso Urlaubstage? Mit den Ideen und der Verwandlung wandelte sich auch die Pflichtarbeit in eine angenehme aktive Freizeitgestaltung um. Jetzt ist jeder Tag im Garten für mich ein Tag Urlaub. 

 

Willkommen im digitalen Zeitalter- Krippenspiel 2020

Im November war mir schon klar, Weihnachten wird es keine gewohnte Veranstaltung in oder um den Noteingang geben. Doch auf alle Traditionen des Vereines wollte ich nicht verzichten. Ich sprach mit den anderen Vereinsmitgliedern über Alternativen, damit der Kontakt zu den Besucher*innen nicht abbricht, über mögliche Ideen. Einige fanden keine Anhänger, doch für eine konnte ich zumindest Edi begeistern. 

Wir entschlossen uns, dieses Jahr gibt es wieder ein Krippenspiel. Die Idee einen Trickfilm zu gestalten und so mit ein digitales Angebot zu schaffen, stieß auf Begeisterung. Über den genauen Aufwand war ich mir überhaupt nicht im Klarem.

Wir verabredeten uns und schrieben gemeinsam  die Geschichte, teilten die ersichtlichen Aufgaben ein. Ich gestalte malerisch die Hintergründe und Edi die handelnden Figuren, dann fotografieren und Film produzieren.

Ich fing an zu Malen, damit Edi die passenden Trickfilmfiguren zeichnet. So war es für mich klar. Jedoch verfolgte Edi eine andere Idee. Er zeichnete im Comicstil, sprich die Personen und Handlungen in Kästchen. Als ich die ersten sah, fiel ich fast von allen Wolken. Ich wollte animierbare Figuren. Ich nahm die Zeichnungen und aus der Idee eines Trickfilmes entstand ein bewegtes Comic. Ich merkte schnell, selbst dies brauchte Zeit, die theoretisch vorhanden war. Aber Corona wüdete ein wenig im Pflegeheim und meine Arbeitskraft war von Nöten. Der 24.12. rückte immer Näher und zum 4. Advent noch nicht wirklich etwas fertig. Ich werkelte nun in fast jeder freien Minute am Film. Fast pünktlich am 24.12. um 23 Uhr startete der Livestream.

Vor diesem Projekt befasste ich mich nur sehr sehr wenig mit der digitalen Bearbeitung von Bildern und deren verfilmen. Mit dem Ergebnis und den Erfahrungen bin ich voll zufrieden und es ist ausbaufähig.


 

Zu guter Letzt…

So im Rückblick kann ich überzeugt sagen,

„Das Jahr 2020 war für mich ein gutes Jahr.“

Ich durfte viele unerwartete, aber gute Erfahrungen machen. Es gab viele Aufgaben, die ich meisterte und das auch gut. Ich konnte neue Stärken an mir entdecken, wie das Schreiben von Anträgen bei Unterstützern des Vereines, wie Stadt und Landratsamt, so dass mein Gegenüber auch verstand, was ich will. Ich führe wieder ein aktives Arbeitsleben und die Beeinträchtigungen durch Depressionen sind fast weg.

Mein Ziel für 2021 ist diese Erfahrungen weiterhin nutzbar zu machen, sie auszubauen und damit den Wandel von Arbeitnehmerin hin zu komplett selbstständig zu stärken. Ich freue mich auf diese Herausforderung. Ganz nach dem Motto:

Ich halte MEIN Leben in der Hand.

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